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Die M-Plakette

Fahrgestellnummern

Von Vincent Molenaar
Deutsch von Erik Meltzer <ermel@gerbelmann.de>

AA AAA AAA
MMM MMM MMM MMM MMM
FFFFFFMMM MMM MMM MMM
DD DUUUUEEXXXX XX

Das Modell

Die Fahrgestellnummer ist bei Bussen bis Modelljahr 1969 neunstellig, ab Modelljahr 1970 zehnstellig. Auf der M-Plakette stehen die ersten beiden Stellen verwirrenderweise nicht bei den anderen, sondern weiter unten beim Modell (die ersten beiden "X" in der Darstellung oben). Hier nur eine kurze Auflistung der Transporter-Modelle, so wie sie in der Fahrgestellnummer erscheinen:

21: Kastenwagen (ohne Fenster im Laderaum)
22: Bus
23: Kombi (Fenster im Laderaum)
24: Bus L (wie Luxus)
26: Pritschenwagen
27: Krankenwagen

Das Modelljahr

Die dritte Ziffer der Fahrgestellnummer (entsprechend dem ersten "A" in der Darstellung oben) steht für das Modelljahr. "7" steht zum Beispiel für Modelljahr 1977. Das Modelljahr geht vom 1. August des Vorjahres bis zum 31. Juli des angegebenen Jahres: Modelljahr 1977 also vom 1.8.76 bis zum 31.6.77.

Das Modelljahrzehnt

Die vierte Ziffer dient zum Decodieren des Modelljahrzehnts. Dazu müssen wir etwas weiter ausholen:

Bis Modelljahr 1964 wurden VWs innerhalb der Typen durchnumeriert, so stand etwa 1-143216 für den 143.216ten Typ 1 (Käfer). Später hat man die vorgestellte "1-" bzw. beim Transporter "2-" weggelassen - offensichtlich traute man es auch dem dümmsten TÜV-Prüfer zu, Käfer und Bus zu unterscheiden :-)

1965 war die Zeit reif für ein fortschrittlicheres System. Die nun gültigen neunstelligen Nummern waren bei allen Modellen gleich aufgebaut: zwei Stellen für den Typ, eine für das Modelljahr und sechs für die laufende Nummer.

Leider war das etwas knapp: vom Käfer baute man schon bald mehr als eine Million pro Modelljahr. Diese Autos hatten also schon eine zehnstellige Nummer, etwa 115 1 000 042 für den einemillionundzweiundvierzigsten '65er Käfer.

1969 bemerkte man eine weitere Einschränkung: Wenn man das kommende Modelljahr 1970 als "0" codieren würde, hätte man im Modelljahr 1975 ein Problem: "5" steht ja schon für das Modelljahr 1965. Ergo beschloß man, durch das Einfügen einer weiteren Ziffer, eben der 4., das neue Jahrzehnt zu kennzeichnen.

Eine "1" konnte man nicht vergeben, da sie ja schon für die Autos jenseits der Million verwendet worden war. Also nahm man die "2". Deswegen haben alle VW-Busse ab Modelljahr 1970 an 4. Stelle ihrer Fahrgestellnummer eine "2". Bei den weiterhin vorkommenden Käfern jenseits der Million pro Modelljahr nahm man dann eine "3".

Nochmal am Beispiel des Käfers:
115 000 001 ist der erste Käfer des Modelljahres 1965.
115 1 000 001 ist der einemillionunderste Käfer des Modelljahres 1965.
115 2 000 001 ist der erste Käfer des Modelljahres 1975.
115 3 000 001 ist der einemillionunderste Käfer des Modelljahres 1975.

Die Fahrzeugnummer

Die restlichen sechs Stellen stehen für die laufende Nummer des Fahrzeugs innerhalb des Modelljahres. Sie beginnt in jedem Modelljahr wieder bei 000 001 und ist nur nach Typ 1, 2, 3 und 4 aufgeschlüsselt.

Das bedeutet: es wurden nicht alle Busse, Kastenwagen, Käfer Cabrios oder Typ 3 Variant mit einem eigenen Nummernkreis bedacht, sondern alle Fahrzeuge eines Grundtyps teilen sich denselben Nummernkreis. Beispielsweise ist 150 2 307 926 mitnichten das 307.926ste '70er Käfer Cabrio, sondern der 307.926ste '70er Käfer - eine Käfer-Limousine 110 2 307 926 gab es nicht.

Ich danke Vincent Molenaar für die freundliche Erlaubnis, seine Seiten übersetzen und hier zur Verfügung stellen zu dürfen. Das Copyright dieser Seiten bleibt weiter bei ihm: © 1997-2003 Vincent Molenaar. Englische Version auf Type2.com.


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Zuletzt bearbeitet am 2. Dezember 2003